Life Changing Coach Franca Hellwig – Frage & Antwort

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1) Franca, du bist …

Life Changing Coach, Entspannungspädagogin, Reiki-Therapeutin und Yogalehrerin. Ich helfe Menschen, die in ihrem Leben feststecken und sich eine Veränderung wünschen, aber vielleicht noch nicht wissen, wie diese aussehen könnte oder wohin der Weg sie führen soll. Mit Yoga und Meditation biete ich stressgeplagten Menschen einen Weg der Entschleunigung an, auf dem sie sich selbst besser kennen lernen können. In Coaching-Programmen finde ich mit den Teilnehmern neue Ziele und begleite sie auf ihrem Weg, bis sie diesen allein gehen können. 

2) Hast du vorher was anderes gelernt?

Ja! Bereits im Vorschulalter war es mein innigster Wunsch, Ballerina an einem Theater zu werden. Dieses Ziel habe ich hartnäckig und diszipliniert verfolgt, bis ich es im Alter von 18 oder 19 Jahren erreicht hatte. Und danach kam eine Leere, Ziel erreicht, was nun? 

Das ist generell ein Problem mit Zielen, die einen Bildungsabschluss oder ein Sachobjekt und kein Gefühl beschreiben. Aber das wusste ich damals noch nicht, also habe ich mir ein neues Ziel gesucht: Tanzpädagogin. Als zweites Standbein hatte ich noch Ingenieur für Bekleidungstechnik gewählt, weil ich etwas „Vernünftiges“ lernen wollte. Mein Kompromiss war die Fachrichtung Design – ich bin eher ein Künstlertyp und hatte auch schon seit jeher den Wunsch, bekannt oder berühmt zu sein. Und ich bin noch Reiseleiterin – das wird später noch eine Bedeutung haben. 

3) Warum hast du deinen Traum Bühnentänzerin zu sein aufgegeben?

Ich war engagiert für zwei Spielzeiten, aber mit einigen Bedingungen: Kein Skifahren, kein Motorradfahren, keine Reisen etc. Das hab ich als Einschränkung empfunden. Ich war damals noch recht jung und wollte auch außerhalb des Theaters etwas erleben. Zudem habe ich mich frühzeitig mit der Frage auseinander gesetzt, wie lange man wohl als Bühnentänzerin arbeiten kann und was passieren würde, wenn ich mich verletzen würde. Als dann an meiner Ausbildungsschule eine Ausbildung zur Tanzpädagogin angeboten wurde, habe ich angenommen – und wusste direkt während der ersten Lehrproben, dass Unterrichten genau mein Ding ist. Da war ich 19 oder 20 Jahre alt…

4) Wann hast du dich entschieden ein eigenes Tanzstudio zu gründen und warum?

Ich habe beruflich ein paar Schleifen gedreht. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und kann mich schnell für Dinge begeistern. Während meines Studiums habe ich Abends Ballett, Jazz und Stepptanz unterrichtet, weil es mir einfach Spaß macht. Nebenbei hab ich noch für Modenschauen und Theater Bekleidung entworfen und auch als Model gearbeitet. Nach Ende des Studiums war ich fünf Jahre für Film und Fernsehen tätig. Dort waren mir aber die Arbeitstage zu lang und die Wochen zu voll, so dass ich gar nicht mehr selbst tanzen oder unterrichten konnte. 

Ich wollte ein Leben, in dem Tanz vorkommt und in welchem ich etwas bewegen kann, mit Kontinuität, Freunden und Freizeit. Die Idee ist langsam gereift, als ich für eine Serie tätig war und ich habe nebenbei nach Räumen gesucht, um im Jahr 2005 mein eigenes Tanzstudio in Köln Rodenkirchen zu eröffnen – im Alter von 32 Jahren.

5) Was waren deine Höhepunkte in dieser Zeit als Studioinhaberin?

Am meisten hat mich die Arbeit mit den Kindern begeistert. Ich fand es faszinierend, wie viel die Kinder aus dem Unterricht mitgenommen und wie sie sich auch persönlich entwickelt haben. Ich habe mehr als 10 Jahre später eine Coaching-Ausbildung in Köln gemacht, als ich schon in München wohnte. Eine Teilnehmerin sagte plötzlich mitten in der Vorlesung „Jetzt weiß ich, woher ich Dich kenne! Du bist die Franca von der Ballettschule, meine Tochter war Schülerin bei Dir und wir denken so gerne daran zurück.“ Solche Dinge berühren mein Herz.

6) Gab es auch Tiefpunkte in dieser Zeit?

Ich würde sagen, es gab eine dauerhafte Komponente von großem Druck. Ich musste einen 5stelligen Monatsumsatz generieren, um die Miete und das Personal zahlen zu können und habe selbst neben der Leitung des Unternehmens auch unterrichtet, die Personalführung gemacht, Aufführungen geplant, neue Kunden akquiriert und die Werbestrategien selbst erstellt. All das hat mir sehr viel Spaß bereitet – aber ich hatte damals noch nicht gelernt, dass man Aufgaben priorisieren und delegieren sollte. Rückblickend würde ich sagen, dass ich eine tolle one-woman-show hingelegt habe, in der ich mich selbst geschickt übergangen habe. Meine Kraft hat mich mehr und mehr verlassen und ich habe mich überfordert gefühlt. Das hatte ich vorher nicht bedacht.

7) Wie schwer war es deine Verbindung zu Tanz aufzugeben, bzw. das Tanzstudio zu schließen?

Ich fand es sehr schwer, die Entscheidung des Verkaufs der Schule zu treffen und in ein Nichts hinein zu treten. Ich kann mich erinnern, dass ich Nachts Listen von Vor- und Nachteilen gemacht habe. Auch darüber, wo ich wohnen wollte und was ich dann machen würde. Den Tanz hatte ich schon mehrfach aufgegeben – aber er war immer wieder zu mir zurück gekehrt und sollte es auch nachher tun. Das fiel mir weniger schwer, vor allem auch wegen meiner gesundheitlichen Probleme. 

8) Dein Leben hat sich danach radikal geändert und du bist nach Brasilien ausgewandert. Was hast du gehofft dort zu finden?

Erholung, Freiheit und „das wahre Leben“ wollte ich in Brasilien finden. Genauso wie der Traum, Tänzerin zu werden, war es auch ein Kindheitstraum von mir, in einem Land zu leben, wo es ein Meer und Palmen gibt. Dieses Bild habe ich sehr oft vor meinem inneren Auge gesehen. Ich liebe die Sonne, warmes Wetter, fröhliche Menschen, spontan mal etwas unternehmen – also all das, was ich in Deutschland durch meinen Fokus auf dem Tanz und der Arbeit nie hatte. 

Es hat mich dann eher zufällig nach Brasilien gezogen – und es war auch ein Mann im Spiel. Ich wollte dort mit Tourismus arbeiten und habe mich zuerst einmal auf dem Arbeitsmarkt umgesehen. Dafür bin ich nach Kassel gezogen, wo ich eine kleine Wohnung habe und habe von Null begonnen. Tanzen wollte ich eigentlich nicht mehr, aber plötzlich hatte ich eine neue Liebe: Zumba Fitness. Nach einigen Wochen war ich eine stadtbekannte Instructorin und habe auch wieder Ballettunterricht gegeben, allerdings ohne eigenes Studio. Der Witz daran war, dass ich unter dem Strich dasselbe verdient und mich dabei frei und glücklich gefühlt habe. 

Aus diesem Gefühl eines glücklichen Lebens heraus heraus habe ich die Wanderung auf dem Inkatrail nach Machu Picchu gebucht… und mir beim Zumba den Fuß gebrochen. Ich hatte 6 Wochen für die Heilung und entgegen der Erwartungen der Ärzte konnte ich  die Wanderung dann tatsächlich antreten. Mit meiner positiven Denkweise und meiner Motivation hab ich mich auf den Weg gemacht, weil ich ja alles bereits gebucht hatte. Und
ich glaube bis heute, dass der Physiotherapeut meinte, ich könne das Gehen vom Bett zum Kühlschrank üben und nicht eine mehrtägige Wanderung in den Anden, in der man enorme Höhenmeter und Distanzen überwindet.

9) Was hat der Berg auf dem Inka-Trail in Peru mit deinem Sinneswandel zu tun?

Auf dem höchsten Punkt der Wanderung bin ich in einem Gewitter verloren gegangen. Der Abstieg vom Gipfel bestand aus riesigen Naturstein-Treppen, die mit zwei gesunden Beinen und ohne den strömenden Regen schon recht sportlich zu überwinden gewesen wären. Ich stand da oben, allein, und dachte, nein. Ich muss dabei aufhören, immer am Limit zu leben und mich an meine Grenzen zu bringen. Das muss auch irgendwie anders gehen. Ich habe dann gebetet (war mir völlig neu zu der Zeit), dass ich heil unten ankommen möge und dass eine höhere Macht bitte für mich sorgen solle. Interessant war, dass der erste Mensch, der mir unten begegnete, ein Physiotherapeut. Danach sind noch viel mehr solche „magischen“ Dinge passiert, von denen ich heute denke, dass sie keine Zufälle gewesen sein können.

10) Warum war es dir wichtig, trotz gebrochenem Fuß und Gewitter den Gipfel dieses 4500m hohen Berges zu erklimmen?

Ich hatte es nie in Erwägung gezogen, das nicht zu tun. Ich habe früher einfach immer das durchgezogen, was ich mir vorgenommen hatte, ohne es von mehreren Seiten oder kritisch zu betrachten. Ich in einfach meinem Herzen und meiner Intuition gefolgt. 

Mir wurde vor Antritt der Reise gesagt, dass ich nach dem ersten Tag noch umkehren könne. Da es mir gut ging, hab ich mich entschieden, weiter zu gehen. Am 2. Tag kam ein steiler Aufstieg. Ich habe mich mit den Guides beraten und sie sagten, dass man mich nur noch raus tragen könne. Es konnte auch kein Hubschrauber kommen, um mich auszufliegen – es ging einfach nur noch vorwärts.  Ich hatte bereits von klein auf einen sehr starken Willen und war immer der Überzeugung, dass man das, was man möchte, auch erreichen kann. Also bin ich weiter gegangen…

11) Du hattest durch die Überstrapazierung in der Tänzer/Tanzstudio Phase eine Herzmuskelentzündung erlitten. Was für einen Zusammenhang siehst du in deinem Leben bezüglich der Thematik Überstrapazierung?

Im Laufe meines Lebens bin ich zu dem Ergebnis bekommen, dass man zwar mit dem richtigen Mindset fast alles erreichen kann, was man möchte – aber dass man seine Ressourcen dabei mit einbeziehen und dosieren sollte. Körper, Geist und Seele sehe ich als drei Teile der Einheit Mensch, die man zu gleichen Teilen respektieren sollte.

Ich durfte lernen, dass mein Körper sehr stark und strapazierfähig ist, aber auch Grenzen hat. Das wurde mir erst auf der Wanderung klar. 

Die Herzmuskelentzündung hatte mich ausgebremst und war rückblickend ein gutes Warnsignal. Das Herz, der Antrieb, wurde schwach und versagte – und ich dachte damals, ich hätte einfach einen Fehler gemacht, Tanzen trotz Erkältung. Und dass das ab dato zu vermeiden sei. Ich habe die Zufriedenheit der Anderen und das reibungslose „Funktionieren“ vor meine Gesundheit gestellt – und die Warnsignale damals leider nicht erkannt. 

12) Du stellst dir seit deiner Lebensumstellung die Frage: “Wer bist du? Und was willst du wirklich?” Warum genau diese Fragen?

In Lateinamerika bin ich mit Kulturen in Kontakt gekommen, die der deutschen nicht fremder hätten sein können. Ich habe mich spontan in Brasilien zu Hause gefühlt – und das hat mich nachdenklich gestimmt. 

Mir ist damals klar geworden, dass der Mensch als perfektes Wesen geboren und dann von vielen Parametern beeinflusst wird. Als Erwachsene haben wir die Wahl, ob wir die anerzogenen und erlernten Werte und Glaubenssätze erhalten oder neue wählen möchten. Das ist ein langer, anstrengender Prozess, den ich gerne auf mich genommen habe, um die Freiheit und Wahrheit zu finden, nach der ich gesucht habe. Mir passiert es übrigens heute noch in München, dass ich von Brasilianern für eine Immigrantin aus dem Süden Brasiliens gehalten werde – und sie sind erstaunt, wenn ich erkläre, dass ich geborene Deutsche bin. 

13) Was waren deine “falschen” Glaubenssätze, die dich im Leben nicht weitergebracht haben? 

Für mich war es zuerst meine Neigung zum Perfektionismus, die ich in Südamerika schnell über Bord werfen konnte. Dort funktioniert nichts nach Plan – es gab noch nicht einmal Busfahrpläne und wenn man mal zu spät kommt, ist das nicht schlimm. Für mich das Paradies, denn mein größter Stressor ist Zeitdruck. 

Auch den Stellenwert der Arbeit habe ich für mich neu definiert. In Brasilien haben Familie und Freizeit einen anderen Stellenwert als ich es in Deutschland kennen gelernt hatte. 

Ich hab mir einen Hund und eine Katze gekauft, einfach, weil ich es wollte. Ich hatte kein Auto, was ich in Deutschland gar nicht kannte. 

14) Nach deinem Sinneswandel hast du dich für eine Ausbildung zur Reiki-Therapeutin und Yogalehrerin entschieden. Warum?

Als ich auf dem Inka-Trail nicht mehr laufen konnte, kam eine argentinische Reiki-Therapeutin des Weges. Sie machte ein Reiki bei mir – und ich konnte wieder laufen! Das fand ich sehr beeindruckend. Sie sagte mir, ich solle eine Ausbildung in Reiki machen, sobald ich meinen Ort erreicht habe, da auch ich die Gabe in mir tragen würde. Die machte ich dann in Foz do Iguacu, PR, Brasilien. Außerdem habe ich noch eine Ausbildung in Quantenheilung und Rückführungstherapie gemacht. 

Yoga hatte mich schon vorher begleitet und es ergab sich wie von selbst, dass ich eine Ausbildung begann. Yoga bewertet nicht und ist eine Lehre der Achtsamkeit sich selbst gegenüber: wie fühlst Du Dich heute? Was geht heute? Was geht für Deinen Körper? Zudem steht die Ruhe und der Fokus des Geistes im Vordergrund, was mir den Weg öffnete, Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu finden – wer bin ich und was ist meine Aufgabe in diesem Leben?

15) Was macht eine Reiki-Therapeutin?

Reiki kommt aus dem Japanischen. Dabei steht REI für die universelle Lebensenergie und KI ist ein Teil des Rei, welche durch alles fließt, was lebt – also auch unsere eigene Lebensenergie. Reiki ermöglicht der natürlichen und universellen Lebensenergie das freie Fließen und hilft dem Körper und der Seele, wieder in Einklang zu kommen. Bestehende Schmerzen können gelindert und die Kraft zur Selbstheilung des Körpers angeregt werden.

Auf Basis meiner Ausbildungen zur Reiki- und systemischen Therapeutin habe ich zuerst Gespräche mit den Kunden geführt und dann die eigentliche Behandlung der Energieübertragung durchgeführt. In einem Abschlussgespräch haben wir die weitere Vorgehensweise besprochen – also ähnlich einem Coaching, aber mit einer Einheit, in welcher die Energieübertragung stattfindet. Mehr dazu steht auch auf meiner Website: https://www.francahellwig.com/reiki

16) Du hast anschließend angefangen in Brasilien viele Menschen zu behandeln. Mit welchen Anliegen besuchten sie deine Praxis?

Ich hatte zwei Behandlungsräume in einer Praxis gemietet, die ich für Reiki und Yoga genutzt habe. Die Anliegen der Menschen waren entweder körperliche Beschwerden, die auf psychischer Ursache fußten oder auch Probleme in Beziehungen persönlicher oder professioneller Art, die die Kunden belastet haben. 

17) Hast du bei all den Menschen etwas für dich erkennen/lernen können?

Ich habe in mir die Dankbarkeit für die Gabe gefunden, mit der ich den Menschen helfen konnte. Ich habe von meinem Meister in Brasilien eine Einweihung erhalten, die ein Leben lang erhalten bleibt. Außerdem habe ich erkannt, dass alle Menschen auf eine bestimmte Art miteinander verbunden sind. Etwas von jedem Menschen findet man auch immer bei sich selbst, einen kleinen Punkt der Übereinstimmung. 

18) Was fehlte den meisten Menschen wirklich? Und wie hast du ihnen helfen können?

Oft ist es Klarheit, die fehlt, die eigene Situation aus der Vogelperspektive zu sehen. Ich habe gelernt, dass 3% der Menschen dazu in der Lage sind. Ziemlich wenig, wie ich finde.  Erst durch Klarheit wird zielgerichtetes Handeln möglich. Andere hatten energetische Blockaden, die ich in der Behandlung lösen konnte. Wieder anderen fehlte die Energie, die Wünsche zu erkennen und Vorhaben auch wirklich anzugehen – und diese haben sie dann von mir erhalten. Ich fand es erstaunlich zu sehen, wie viel eine einzige Behandlung bewirken konnte. Ich traf Menschen nach einigen Wochen wieder, die ein völlig neues Leben kreiert hatten und mir sagten, dass meine Behandlung den Ausschlag gegeben hatte. Das hat mich sehr glücklich gemacht. 

19) Was ist bei dieser Arbeit der Unterschied zu deiner Tätigkeit in deiner damaligen Tanzschule? Auch dort kamen Schüler die etwas von dir lernen wollten?

Wahrscheinlich hat auch in der Tanzschule meine Energie gewirkt.  Den Unterschied sehe ich darin, dass es in der Tanzschule offensichtlich und primär um Tanz ging und in der Therapie um Persönlichkeitsentwicklung. 

20) Wann ging es für dich zurück nach Deutschland und warum?

Im Jahr 2016 habe ich meinen heutigen Mann in Brasilien kennen gelernt. Er ist Kolumbianer und wir haben uns entschlossen, zusammen eine Reise quer durch Südamerika zu machen, damit ich sein Heimatland kennenlernen kann. Ich hatte ein Angebot für eine Professur an der Universität in Ibagué, so dass wir glaubten, dort Fuß fassen zu wollen. Da sich die Wege aber verschlossen, bin ich Ende 2016 nach Deutschland zurück gekehrt und habe in München für eine Consultingfirma als Coach, Berater und Office Manager gearbeitet. Mein Mann ist ein Jahr später nachgekommen.

21) Also bist du in Deutschland mehr als Coach in Richtung Kommunikation tätig? Kommunikation ist ein Spezialgebiet von mir, welches ich im Coaching im Rahmen des Gesamtpakets und in speziellen Programmen anbiete.

Für mich ist gute Kommunikation mit sich selbst, mit dem Partner, mit Freunden und auch Kollegen die Basis eines friedvollen und ehrlichen Lebens. Da ich das für mich erkannt habe, habe ich mich mehr und mehr weiter gebildet, um dies auch anderen vermitteln zu können. Den Expertenstatus habe ich sicherlich auch durch die Beziehung zu meinem Mann entwickelt, da wir uns grundsätzlich gleichen, aber in manchen Ausprägungen auch völlig verschieden sind. Durch unseren Respekt füreinander haben wir es durch wertschätzende Kommunikation geschafft, uns immer wieder zu erkennen, mitzuteilen und uns besser kennenzulernen, obwohl wir anfangs keine gemeinsame Sprache hatten, in der wir uns verständigen konnten.  

Veränderte Werte durch Selbsterkenntnis und die Betonung der eigenen Stärken erfordert ein neues, sicheres Auftreten und die Fähigkeit der wertschätzenden Kommunikation. Diese trainieren wir im Coaching. Für den einen kann das bedeuten, dass er neue Wege lernt, geschickt nein zu sagen und für den anderen können es Aha- Erlebnisse sein im Verständnis der Reaktion anderer. 

22) Du arbeitest beim Coaching unter anderem mit der “Farbtypologie”. Was ist das genau und welcher Farbtyp bist du? 

Mir ist es sehr wichtig, dass die Menschen ihr wahres Selbst, ihre Stärken, favorisierten Verhaltensweisen und Motivatoren erkennen. Sozusagen ihren Kern, der nicht von unpassenden Glaubenssätzen verfälscht ist. So kann man sein volles Potential erfassen und die persönlichen Stärken hervorheben, sei es in einer Partnerschaft oder im Job. Das macht das Leben sehr viel leichter und man gewinnt langfristig an Energie. Ich arbeite mit der DISC Persönlichkeitsanalyse und auch mit Human Design. Ich selbst bin zu 96% der „Gelbe“ und anteilig der „Grüne“ – und bei Human Design ein „Manifestierender Generator“ mit dem Profil 5/1. Ich bin ein Motivator und Innovator, gefühlsorientiert und sowohl extravertiert (gelb) als auch introvertiert (grün).  Ich bin von Sternzeichen Zwillinge, was vielleicht diese verschiedenen Ausrichtungen in mir erklärt. Ich mag Menschen sehr, bin aber auch gern allein. Ich mag die Bühne, bin extrem motiviert, motiviere andere – und suche auch die Stille und bin ein guter Zuhörer und sehr empathisch. Das Profil 5/1 besagt, dass mich andere sozusagen als eine „Superwoman“ sehen, die für alles eine Lösung hat – und meine Aufgabe ist es, zu erkennen, wann es mir zu viel wird und ich mal die Bremse trete. Denn ich bin nicht Superwoman 😀

23) Wie involvierst du deine damalige Yoga- und Reiki-Ausbildung zum jetzigen Coachingprogramm? Hat Tanz noch Bestandteil in deinem Leben?

Als ich zurück nach Deutschland kam, litt ich an einem Rückenleiden, was mir große Probleme gemacht hat, da ich keinen normalen Alltag mehr leben konnte. Aus dem Grund habe ich angefangen, mich für Yin- und Faszienyoga zu interessieren. Ich habe mich selbst damit geheilt und integriere seitdem Faszienyoga und Tiefenentspannung in jede Yogastunde. 

Da meine brasilianischen Ausbildungen in Deutschland nicht anerkannt waren, habe ich Ausbildungen mit einem angepassten Schwerpunkt gewählt. Diese haben mich inspiriert, mein Konzept YOGA FOR EVERY BODY zu entwerfen.

In Programmen wie Work Life Balance, Resilienztraining oder Stressmanagement integriere ich die Yogastunden, denn meines Erachtens sind die seelische, mentale und körperliche Gesundheit eng miteinander verknüpft. Eine Dysbalance auf seelischer oder mentaler Ebene spiegelt sich im Körper wider – zuerst in kleinen Anzeichen und dann werden sie durch den Energiestau im Körper zu Krankheiten. Dies wird beim Yoga sichtbar und kann dann mit meinen verschiedenen Ansätzen behandelt werden.

Tanz ist nach wie vor in meinem Leben, aber heute nur noch als Hobby.

24) Du hast im Leben gelernt Grenzen zu setzen und ab sofort deinem Glück zu folgen. Was sind deine Grenzen?

Ich habe gelernt, Pausen und Zeit für Regenerierung bewusst einzuplanen. Ich habe ein Jahr als Coach für einen Bildungsträger der Bayrischen Wirtschaft gearbeitet. Da habe ich gelernt, nein zu sagen, wenn ich nein meine.

Um dem Glück folgen zu können, muss man erst einmal herausfinden, was die persönliche Definition von Glück ist – und das wissen die meisten Menschen gar nicht! 

25) Was ist deine Definition von Glück?

Ich lebe heute ein Leben in Freude und im Einklang mit meinen Wünschen, Stärken und meinem Körper. Mir sind Freiheit und Unabhängigkeit wichtig, und genauso meine Beziehung zu meiner Familie und meinen Freunden. Ich liebe Reisen und freue mich sehr, wenn das wieder möglich wird. Ich habe bereits Pläne für Yoga- und Coaching-Retreats – es wäre ein großes Glück für mich, alle meine Talente und das, was mir wirklich Spaß macht, zusammen zu bringen. Und dann vielleicht sogar mein Glück mit anderen teilen zu können auf den Retreats und Reisen 🙂

26) Dein derzeitiges Leben zusammengefasst in einem Satz?

Das Leben genießen in allen Facetten, Wünsche und Ideen aber keine Erwartungen haben und aus einer Metaebene schauen, was kommen mag. Und dabei lecker essen. Und Yoga und Tanzen. 

27) Dein Lebensmotto? 

Tudo tem um porque e seu tempo. 

(Portugiesisch für „Alles hat einen Sinn und seine Zeit)

Ich habe gelernt, dass Dinge passieren, die zuerst „schlecht“ bewertet werden, und dass genau diese Dinge zum Wachsen und Beschreiten neuer Wege einladen. Was wären wir heute, wenn das Gestern nicht gewesen wäre? Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, neu anzufangen und ein anderes Leben zu wählen. Und vielleicht ist der Anstoß dafür gerade etwas, was wir als „schlecht“ bewertet hatten? Aus einer mittelmäßig guten Situation heraus trifft man keine Veränderungen – dafür muss man schon ziemlich weit unten landen. 

28) Zum Schluss die drei Leitsätze von Drei-Blick: Wie siehst du dich?

Vielleicht trifft es „ein Wandler zwischen den Welten“. Ich finde mich oft in Situationen, in denen ich Menschen neue Sichtweisen vermitteln kann – über sich selbst, ein Land, einen Konflikt… und immer hält die Person auch eine Weisheit für mich parat. Oder ein Lebenskünstler?

29) Wie sehen dich andere?

Dazu sollte man andere befragen 😉 Wahrscheinlich sieht jeder etwas Anderes in mir? Oder vielleicht als die Person, die bei Human Design das Profil 5/1 trägt?

30) Wie möchtest du gesehen werden?

Das ist mir tatsächlich gar nicht so wichtig. Ich möchte mein Leben genießen und glücklich sein und mir bringt es Freude, anderen etwas mitzugeben für deren Weg. Wie sie mich dabei sehen, überlasse ich gern den Anderen. 

31) Dein Schlusssatz

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

(Sankskrit für: „Mögen alle Wesen aus allen Welten glücklich und frei sein“)

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Kategorien: PEOPLE